Blumenkinder - Herstellung & Materialien

20. Oktober 2019 | Ateliergeflüster
Was die Herstellung sowie das verwendete Material der angebotenen Figuren im Shop betrifft, bin ich mit mir selbst sehr streng und unglaublich treu geblieben.
Natürlich hat sich in all den Jahren vieles verändert, aber mir war und ist es stets wichtig dabei, dass Veränderungen nur Verbesserungen zu Gunsten meiner Kunden sind.

Herstellung der Blumenkinder und Figuren

Ich möchte hier nun grob schildern wie die Blumenkinder, Jahreszeitenfiguren und co. von mir hergestellt werden. Dabei sollten Sie vorab wissen, dass dies keine Schritt für Schritt Anleitung zum Nacharbeiten beschreibt, sondern eher als Info für Sie was und welche Arbeit in den Püppchen steckt, dienen soll. Ich finde "Sie müssen wissen was Sie bei mir kaufen".

Zunächst einmal, alle Figuren werden von Hand genäht, gefilzt und gewickelt und es kommt keine Nähmaschine zum Einsatz. Das ist auch kaum möglich, bedenkt man wie klein und filigran die Figürchen sind.

Und das wird für die Herstellung meiner Blumenkinder verwendet:

Die Materialien

Für die Herstellung eines kleines stehenden Filzfigürchens kommen folgende Materialien und Werkzeuge zum Einsatz:
  • Wollfilz
  • Schafwolle (Stopfwolle)
  • Pfeifenreiniger
  • Baumwoll-Trikotstoff
  • Filznadel
  • Nähgarn
  • Nähnadel
  • Schere
  • Flachzange
  • Kneifzange

Ein Blumenkind entsteht

Kopf

Der Kopf der kleinen Figuren wird im Grunde genauso aufwendig wie auch die bekannten großen bespielbaren Waldorfpuppen hergestellt. Das Innenleben besteht nur aus reiner Schafschurwolle, welche fest zu einer Kugel gewickelt wird. Zwei Schafwollstränge, überkreuzt über die Kugel gelegt und abgebunden, bilden die Verbindung zum Körper. Für eine bessere Stabilität wird ein Schlauchverband übergestülpt und erneut direkt unter der Kugel fest abgebunden. Nun werden die Augenlinien sowie die Kinnstruktur abgebunden und anschließend noch ein zartes Näschen aufgestickt und der zunächst fertige Kopf bekommt noch als Verkleidung Baumwolltrikotstoff in Hautfarbe übergezogen.

Herstellung Puppenkopf

Körper

Als Grundgerüst dienen stabile Pfeifenreiniger welche mit dem Kopf verbunden werden und später den Körper bilden. Beine sowie Arme werden passend gekürzt und mit Schafwolle sorgfältig und fest umwickelt. Der Puppentrikot-Stoff kann nun für Beine und Arme genäht und angezogen werden. Füße und Hände binde ich anschließend noch sorgfätig mit einem Nähgarn ab.

Anfertigung Körper des Blumenkindes

Vorbereitung der Kleidung

Nun kann die Kleidung zugeschnitten und genäht werden. Wie man jetzt schon erkennen kann, diese Figur wird ein Drachenkind für den Herbst. Genauer gesagt, ein Drachenmädchen in der Größe von ca. 12 cm.

Zuschnitt der Kleidung für das Drachenkind

Gesicht und Frisur

Dem Blumenkind wird nun die Grundkleidung angezogen. In diesem Fall ist es ein Kleid. Anschließend wird das Gesicht sauber aufgestickt um dann eine schicke Frisur zu zaubern.

Blumenkind Frisur

Frisur

Für die Frisur habe ich einen Strang feine, gekämmte Schurwolle in Braun gewählt. Diese wird sauber verteilt über den Kopf gelegt und am Scheitel begonnen am Kopf zu vernähen. Seitlich ein langer geflochtener Zopf. Nun nimmt das Ganze Form an und es kann an die Feinheiten und Details gehen.

Details

Das Drachenmädchen hat in der Zwischenzeit bereits eine genähte Filzmütze bekommen. Es fehlt nun noch ein umgebunder Schal, sowie natürlich Schuhe. Die Filzschuhe sind schon genäht, doch zuvor bekommt sie noch aus einer luftgetrockneten Tonmasse geformte Unterschühchen. Diese verleihen der Figur etwas Gewicht um gut stehen zu können. Die genähten Filzschuhe werden anschließend übergezogen und zugebunden. Der Drache kann nun fertiggestellt werden, welchen das Drachenmädchen halten soll.

Das fertige Drachenmädchen

Trotz einer Kurzzusammenfassung der verschiedenen Arbeitsschritte, kann man sich wohl gut vorstellen wie langwierig der Weg bis zur fertigen Jahreszeitenfigur ist. Aber es lohnt sich immer wieder und die Freude ist groß wenn man sein vollendetes Werk betrachten kann.